Der aus Sardinien stammende Hilarius war unter Papst Leo I. dem Großen (Heiliger) Archidiakon und wurde 449 als Legat zur so genannten Räubersynode nach Ephesos (heute Ruinenfeld bei Selçuk an der Ägäisküste der Westtürkei) geschickt, wo der Monophysit Eutyches unter Gewaltanwendung für rechtgläubig erklärt und der Patriarch Flavianos von Konstantinopel abgesetzt und gebannt wurde. Hilarius musste fliehen.
Nach der Plünderung Roms durch die Vandalen unter Geiserich im Jahre 455 verschenkte Hilarius einen Großteil seines Besitzes an Klöster und Kirchen. Am 19. November 461, neun Tage nach dem Tod von Papst Leo I., wählte man ihn zu dessen Nachfolger.
Hilarius betonte den Primat des römischen Bischofs, griff ordnend in die Streitigkeiten der gallischen und spanischen Bischöfe ein und ermahnte sie, ihrer Verpflichtung der jährlichen Provinzialsynoden und der Residenzpflicht nachzukommen. Obwohl seine Amtszeit überwiegend friedlich war, musste er doch immer wieder gegen den Arianismus vorgehen.
Hilarius starb am 29. Februar 468 in Rom und fand sein Grab in der Kirche San Lorenzo fuori le mura. Zu seinem Nachfolger wurde am 3. März Simplicius (Heiliger) geweiht, der bis zu seinem Tod am 10. März 483 amtierte.
Darstellung: im Papstgewand
Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit drei Querbalken), Buch

Quelle: Herder-Verlag