16.03.2026 |
Großgruppentreffen der Erstkommunionkinder
Brot – nicht nur Lebensmittel, sondern Zeichen und Symbol
Am Samstag, den 15. März, durften die Kommunionkinder aus Breitnau, Hinterzarten, Titisee und Waldau mit ihren Eltern, Gemeindereferentin Angelika Hug und Jakobi, der Münstermaus einen erlebnisreichen Vormittag genießen.
Im Zentrum des Vormittags stand das Brot. In vielen biblischen Erzählungen begegnet uns Jesus, wie er Brot teilt.
Nachdem die 71 Kommunionkinder mit der biblischen Erzählung von der „wundervollen Brotvermehrung“ über Kamishibai-Bilder eingestimmt wurden, ging es handfest zur Sache. Einem Lernzirkel gleich beschäftigten sich die Kinder in Kleingruppen damit, wie aus Korn Brot wird und was es mit dem gewandelten Brot, dem „Leib Christi“, auf sich hat.
Eine wichtige Rolle an diesem Vormittag spielte dabei das Backhaus in Hinterzarten.
Schon früh am Morgen heizte die Verantwortliche Viola Sinn zusammen mit ihren Helfern mit viel Holz den Ofen, der im Freien steht, an, damit die erste Gruppe der Kommunionkinder um 11.00 Uhr ihre selbstgeformten Mäuse backen konnten.
Bei Schneegestöber machten sich die Kinder gruppenweise zusammen mit Jakobi auf den Weg, um ihre Mäuse im Backhaus backen zu können.
Vorsichtig wurden unter Aufsicht der Münstermaus die Mäuse vom Transportblech auf das Ofenblech gesetzt. „Hoffentlich erkenne ich nachher meine Maus wieder“ – war eine berechtigte Sorge der Kinder.
Dann wurde es spannend. Der Ofen war bereit, die Backtemperatur erreicht. Die Luke wurde geöffnet und das Blech mit den Mäusen hineingeschoben. – Jetzt hieß es warten. 15 – 20 Minuten mussten sich die Kinder gedulden. Dann konnten die fertigen Mäuse aus dem Backofen geholt werden. Schnell wurde die Luke geschlossen, damit die Wärme auch für die nächste Gruppe reicht. Die fertigen Mäuse wurden mit ins Pfarrzentrum zurückgenommen und die Pause wurde herbeigesehnt, wo endlich das Ergebnis gegessen werden konnte.
Die Kinder der zweiten Gruppe erfuhren währenddessen, dass es viele Weizenkörner braucht, damit man ein Fladenbrot backen kann, und wie mühsam es ist, Korn von Hand zu mahlen, um dann - auch von Hand - einen Brotteig zu kneten.
Während das Fladenbrot etwas ruhen durfte, ging es fix daran, aus dem fertigen Hefeteig Mäuse zu formen, um dann mit ihnen als nächste Gruppe zum Backhaus zu gehen. Der Teig für das Fladenbrot wurde auch mitgenommen. So buk die zweite Gruppe neben der Mäuse auch ein Fladenbrot.
Die dritte Gruppe hatte die Hostie als Thema ihrer ersten Einheit. Ein Kurzfilm aus den Sachgeschichten mit der Maus (nicht mit Jakobi, der durfte einfach zusehen) zeigte ihnen, wie Hostien gebacken werden, und welchen Unterschied es gibt zwischen evangelisch und katholisch im Umgang mit den Hostien.
Eine spannende Frage war, warum nimmt man eigentlich kein Brot, sondern diese obladenähnlichen Hostien für den Gottesdienst. Und: Was passiert eigentlich bei der Wandlung? Im sichtbaren und fassbaren Zeichen des Brotes will Jesus in unserer Mitte sein, so wie er unter den Menschen gelebt hat, mit seiner Frohen Botschaft, mit seiner Liebe zu uns und mit seiner Zusage „Ich bin bei euch“.
Nachdem alle drei Gruppen alle Stationen und den Gang zum Backhaus mit Mäusebacken hinter sich gebracht haben, gab es eine Pause, in der endlich die selbstgebackenen Mäuse verspeist wurden.
Beim gemeinsamen Abschluss wurde in Anlehnung an die Erzählung von der wunderbaren Brotvermehrung miteinander Fladenbrot geteilt. „Sie erkannten ihn am Brotbrechen“ – so erzählt uns die Bibel von den Emmausjüngern. Die Kommunionkinder durften spüren, dass in ihrer Gemeinschaft beim gemeinsamen Brotteilen Jesus mitten unter ihnen zugegen war.
Eindrücke vom Brotbacktag der Erstkommunionkinder
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