Abschied nach 118 Jahren: Eine Tradition geht zu Ende

05.07.2026 | Verabschiedung der Ordensschwestern am Lindenberg

Bei strahlendem Sommerwetter versammelten sich am ersten Sonntag im Juli zahlreiche Gläubige und Gäste auf dem Lindenberg, um bei einem festlichen Dankgottesdienst um 11 Uhr Abschied zu nehmen: Nach 118 Jahren endet die Präsenz der Gengenbacher
Ordensschwestern an der Wallfahrtskirche Maria Lindenberg.
 
Domkapitular Dr. Peter Kohl teilt die Kommunion an die beteiligten Priester und Diakone aus.
 
Zelebrant Dr. Peter Kohl feierte die Eucharistie gemeinsam mit Wallfahrtspriester Albert Eckstein und Priester Klemens Armbruster aus St. Peter sowie den beiden Priesterpensionären Konrad Bueb und Stefan Saum. An dem bewegenden Gottesdienst, der musikalisch von Familie Schönstein begleitet wurde, nahmen zudem Hausleiterin Martina Maier, Dorothea Welle aus dem Bereich Friedensarbeit und Exerzitien, weitere Mitarbeitende des Hauses Maria Lindenberg, die Generaloberin der Gengenbacher Ordensgemeinschaft, Schwester Michaela, sowie 20 Ordensschwestern teil.
 
Generaloberin Schwester Michaela bei ihrer Ansprache in der Wallfahrtskirche.
 
Am Ende ergriff Schwester Michaela das Wort und gestand, dass auch für sie der Lindenberg ein Stück Heimat ist, zu dem sicher immer wieder Schwestern zu Urlaub und Erholung kommen werden. Im Mittelpunkt stand die Verabschiedung der beiden Franziskanerinnen, Schwester Ortraud und Schwester Meinharda, die den Lindenberg über viele Jahre geprägt haben. Im Anschluss lud ein Stehempfang auf dem sonnigen Wallfahrtsplatz – musikalisch umrahmt von den Blasmusikfreunden St. Peter – zum geselligen Austausch ein. Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal des Hauses Maria Lindenberg dankte Klemens Armbruster den beiden Schwestern mit persönlichen Worten und kleinen Geschenken für ihren langjährigen Dienst.
 
Die verabschiedeten Schwestern Ortraud und Meinharda im Kreis ihrer Mitschwestern beim Empfang auf dem Wallfahrtsplatz.
 
Den Tag rundete um 15 Uhr eine Andacht ab, nach der sich Ordensschwestern, Gäste und Mitarbeitende noch einmal bei Kaffee und Gesprächen zusammenfanden – ein würdevoller Abschluss eines besonderen, emotionalen Tages, der die enge Verbundenheit der Gemeinschaft mit dem Lindenberg spürbar machte.